Wir
Wir sind unter anderem eine traumazentrierte Erziehungsstelle. Was heißt das?
Nun, zum einen bedeutet dies, dass die Pädagogen, die hier tätig sind, eine Ausbildung zum Traumapädagogen und Traumaberater haben, zum anderen aber auch, dass das gesamte Konzept, mit dem wir arbeiten, auf Kinder mit komplexen Traumafolgestörungen ausgerichtet ist. So finden regelmäßige Beratungen durch externe Pädagogen sowie regelmäßige Supervisionen durch eine Therapeutin statt.
Kinder, die frühe Gewalt erfahren haben, brauchen mehr, als lieb gehabt zu werden. Sie brauchen einen stabilen sicheren Ort, ständige parteiliche Unterstützung, aber auch Angebote wie Psychoedukation, das Erlernen von Skills, spezielle pädagogische Interventionen, aber vor allem immerwährende Beziehungsangebote. Anders als in stationären Kinder- und Jugendeinrichtungen gibt es kein Arbeitsende. Die Pädagogen sind 24/7 ansprechbar und vor Ort.
Warum machen wir diesen Job? Das Geld ist es nicht, das uns lockt. Spannende Arbeitsstellen mit Karrierepotential hätte es auch andere gegeben. Das, was uns in der Arbeit mit diesen Kindern hält, ist das Wissen, dass wir mit unserer Arbeit so viel mit den Kindern erreichen können und erreicht haben. Bei jedem einzelnen der bei uns lebenden Kindern gab es zu Beginn der Unterbringung Einschätzungen, was positiv wäre, wenn wir es erreichen könnten. Bei jedem einzelnen haben wir diese Erwartungen weit übertroffen. Bei jedem einzelnen scheinen wir mittelfristig erreichen zu können, dass die Kinder ein eigenständiges Leben werden führen können, obwohl niemand es ihnen zutraute. Für uns ist dies ein sinnvolles Ziel, mehr noch als Geld und Karriere.
